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Geld - Arbeit - Würde

Das 4. Hannöversche Forum zum Tag der Menschenrechte findet am 10. Dezember ab 19h im Haus der Religionen statt. Zum Thema "Geld - Arbeit - Würde: Die globale Wirtschaft und die Menschenrechte" wird der ehemalige Wirtschaftsminister Walter Hirche referieren.

lm Jahr 2011 verabschiedeten die Vereinten Nationen die ,,Leitprinzipien für Wirtschaft und Menschenrechte". 2014 hat die Bundesregierung damit begonnen, einen "Nationalen Aktionsplan" zu erstellen. 2016 soll er durch das Bundeskabinett verabschiedet werden.

Der Entwurf, auf den sich die beteiligten Bundesministerien im Sommer 2016 geeinigt haben, stößt auf scharfe Kritik. Nach Auffassung vieler Nichtregierungsorganisationen trägt er die Handschrift der Wirtschaftsverbände, nicht die Handschrift einer Regierung, die Fluchtursachen minimieren will.

Bleibe es dabei, "können die unternehmen, die menschenverachtende Produktionsbedingungen ignorieren, um davon zu profitieren, einfach weitermachen", kritisierte die Präsidentin von "Brot für die Welt", Cornelia Füllkrug-Weitzel. "Die Verabschiedung eines solchen Aktionsplans wäre eine Blamage für die Bundeskanzlerin
und ein Schlag ins Gesicht von Millionen armer Menschen", so der Vorsitzende des Verbandes Entwicklungspolitik und Humanitäre Hilfe (VENRO), Bernd Bornhorst.

Funktioniert Wirtschaft nur, wenn sie die Menschenrechte ignoriert oder es im Zweifel mit ihnen nicht so genau nimmt?

Der Referent Walter Hirche war 14 Jahre Wirtschaftsminister in Niedersachsen und Brandenburg. Von 2002 bis 2014 war er Präsident der Deutschen UNESCO-Kommission. Heute ist er Chairman des Governing Board des UNESCO lnstitute for Lifelong Learning und Mitglied des Rates für Nachhaltige Entwicklung.

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